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[Rezension] Merle Zyklus 02. Das steinerne Licht von Kai Meyer

Mai 2, 2011

>>Amazon.de – Link<<
Taschenbuch:
348 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (1. August 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783453873964
ISBN-13: 978-3453873964
ASIN: 3453873963
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre

Hinweis!!!
Diese Rezension bezieht sich auf den zweiten Teil einer Reihe und kann Spoiler enthalten. Meine Rezension zu dem ersten Teil ‚Die fließende Königin findet ihr >>hier<<.

Kurzbeschreibung lt. Amazon
Doch seit der Zauber der Fließenden Königin den Mächten des Bösen weichen musste, herrschen in Venedig Furcht und Trauer. Meerjungfrauen und Meisterdiebe, Sphinxe und Zauberpriester, sie alle ahnen, dass einzig Merle das Schicksal der Lagunenstadt wenden kann. Und während die Freunde in den Palästen Venedigs um ihre Freiheit kämpfen, fliegt Merle auf dem Rücken eines Löwen aus Stein durch kilometertiefe Abgründe bis zur Achse der Welt. Hier, im Reich des Steinernen Lichtes, muss sie eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung, die alle Freundschaft verrät.

Das denke ich:
Axis Mundi, die Achse der Welt, der Mittelpunkt der Hölle und zeitgleich auch Merles Ziel. Auf dem Rücken des Löwen Vermitahax macht sie sich zusammen mit der fließenden Königin auf den Weg zum Herrscher über die Unterwelt: Lord Licht. Er ist vielleicht der Einzige, der Venedig noch retten kann.
In der Unterwelt begegnet Merle neuen und alten Bekannten, die Merle nicht immer freundlich gesinnt sind.

Mein erster Gedanke nachdem ich das Buch zugemacht hatte? ‚Neeeein, das darf doch nicht wahr sein.“, denn der dritte Teil fehlt noch in meiner Sammlung und so kann ich nicht nahtlos weiter lesen und muss tatsächlich warten. Es ist zum heulen. Und das nur weil der Club meine Bestellung zwar schon verschickt hat, aber sie nicht ankommen will. Aber das hier soll ja kein Beschwerde-Post werden, deswegen widme ich mich jetzt wieder den Erinnerungen an das Buch.

Kai Meyer nimmt uns dieses Mal mit auf einen Trip in die Unterwelt um den Teufel höchstpersönlich um Hilfe zu bitten. Seine Idee der Hölle ist wirklich interessant, er baut eine richtige Welt auf, mit Dörfern, Bewohnern und  einer Hauptstadt. Alles ist gut durchdacht und wirft beim Leser genügend Fragen auf, so dass er sich nicht langweilt und immer weiter lesen muss um zu erfahren wie es weiter geht.
Das Buch bietet genau das richtige Mittelmaß zwischen Spannung, Action und Erzählungen.

Im Gegensatz zu ‚Die fließende Königin’ wechselt die Sicht in den Kapiteln. Zum einen gibt es da natürlich die Kapitel, die Merles Reise begleiten und ihre Situation schildern, aber zum Anderen gibt es auch Kapitel in denen das Hauptaugenmerk auf Serafin, Dario und den Rebellen liegt. Diese Kapitel sind für das Buch sehr wichtig, denn ohne sie würden dem Leser wichtige Handlungsstränge verborgen bleiben, die später zu einem großen Gesamtkonstrukt verbunden werden. Die Wechsel der Kapitel kommen nicht abprubt und lassen den Leser an einer spannenden Stelle abbrechen nur um sich durch ein Kapitel mit anderer Sicht zu quälen, welches in diesem Moment eher als störend empfunden werden kann, es gibt keine Cliffhanger.
Das trägt auch zu einem sehr flüssigen und angenehmen Lesen bei und man merkt nicht wie die Zeit und die Seiten nur so dahin fliegen.
Die Kapitel sind sehr lang (umfassen 20, 30 und mehr Seiten) was mich zuerst etwas abgeschreckt hat, denn ich breche ungern mitten in einem Kapitel ab, sondern ‚warte’ immer auf das Kapitelende, aber war ich erst einmal in dem Buch gefangen, machte mir das auch nichts mehr aus.

In ‚das steinerne Licht’ begegnen uns natürlich Charaktere wieder, die wir schon aus dem ersten Buch kennen.
Besonders erwähnen möchte ich hier deswegen nur Dario, der für mich persönlich die größte Wandlung durchgemacht hat. Habe ich ihn im ersten Teil noch als feige und unreif bezeichnet, komme ich jetzt nicht drum herum, zu sagen, das er als Rebell über sich hinaus wächst. Er rettet die Person, die er am wenigsten ausstehen kann, vor den Ägyptern und schafft es seine aufbrausende Art im Zaum zu halten, auch wenn ihm das sichtlich schwer fällt.
Lalapeja ist eine Sphinx, die zur Anführerin der Rebellen geworden ist. Sie versucht Venedig und die fließnde Königin zu schützen, deswegen mischt sie sich auch zum ersten Mal seit 2000 Jahren in das Geschehen auf der Erde ein. Sie ist sehr alt und weise, aber auch sehr einsam. So antwortet sie einmal auf eine Aussage von Unke, dass die Meerjungfrauen sie zwar ehren würden aber das sie keine Verehrer braucht, sondern Freunde. Ich persönlich mag sie sehr gerne. Von Anfang an hatte ich aber auch eine Ahnung, die ich hier leider nicht verraten kann, die sich zum Ende hin bestätigt hat.

Es gibt Bücher bzw. Reihen, da kann man sagen, es sei nicht unbedingt notwendig den Vorgänger gelesen zu haben, das mag stimmen, hier ist es aber definitiv nicht der Fall. Wer ‚das steinerne Licht’ lesen will, sollte auf jeden Fall vorher ‚die fließene Königin’ lesen.

Abschließend bleibt mir nur eins zu sagen: Lesen, lesen, lesen!

One comment

  1. […] Merle Trilogie Band 2: Das steinerne Licht – Kai Meyer […]



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