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[Rezension] Totenmädchen von Mary Hopper

September 13, 2011

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Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: cbj (18. April 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570400727
ISBN-13: 978-3570400722
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre
Originaltitel: Newes from the Dead

Worum geht’s?
Das sechzehnjährige Dienstmädchen Anne Green wird wegen Kindstötung zum Tode verurteilt und gehenkt. Ihre Leiche wird Medizinern übergeben die sie sezieren wollen um mehr über den menschlichen Körper zu erfahren unter ihnen der stotternde Student Robert. Er ist der erste dem etwas ungewöhnliches an Anne auffällt.

Das denke ich
Das Geschehen ist abwechselnd aus der Sicht von Robert und Anne geschildert.
Anne ist in einem dunklen Loch, sie fühlt nichts, sieht nichts und kann sich nicht bewegen. In der heutigen Zeit würde ich sagen, sie lag/liegt im Koma. Sie erinnert sich an ihre Zeit als Dienstmädchen und daran wie es überhaupt so weit kommen konnte. Man begleitet sie in Rückblenden den ganzen Weg vom unschuldigen Mädchen zur verurteilten Mörderin. Mit Robert hingegen erlebt man das aktuelle Geschehen in dem Raum des Apothekers, in dem die Sezierung stattfinden soll.

Mary Hopper schafft es irgendwie die Zeit in dem Seziersaal hinaus zu zögern und besonders spannend zu gestalten. Gerade durch unvorhergesehene Ereignisse etc. zieht es sich und bleibt trotzdem spannend. Auch wenn ich gestehen muss, das mir die Teile in denen Anne von ihrer Vergangenheit spricht lieber waren und ich immer sofort mehr erfahren und wissen wollte, wie es dazu kommen konnte.

Anne ist sowieso ein sehr sympathischer Protagonist. Sie sieht die Welt nicht verblümt und verschönt und doch hat sie in ihrem jugendlichen Leichtsinn Fehler gemacht, die man, wenn man vorher drüber nachgedacht hätte, wahrscheinlich nicht gemacht hätte. Sie wollte immer nur das ‚Richtige’ tun.

Robert als zweiter Träger der Geschichte ist mindestens genau so sympathisch, auch wenn man nicht viel über seine Hintergründe erfährt. Nur das er stottert und niemand ihn ernst nimmt und das er einer der Medizinstudenten ist. Aber gerade seine schüchterne Art und sein Mitgefühl für Anne bringen ihn dem Leser näher.

‚Totenmädchen‘ beruht auf wahren Begebenheiten. Anne Green, das Mädchen das den Strang überlebt, gab es wirklich. Mary Hopper ist es gelungen die düstere Atmosphäre ihrer Zeit auf die Seiten zu übertragen und es wirkt unglaublich realistisch was in Anne vorgeht.

Fazit:
Es war ein sehr gutes Buch mit Höhen und Tiefen, ohne dass man großartig etwas beanstanden kann. Man ist in Annes Welt gefangen und versucht mit ihr heraus zu finden was mit ihr passiert. Für dieses Buch gibt es von mir eine definitive Kaufempfehlung.

One comment

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