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[Rezension] Das verbotene Eden 01. David und Juna von Thomas Thiemeyer

September 5, 2011

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Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: PAN (22. August 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426283603
ISBN-13: 978-3426283608
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre


Worum geht’s?
Viele, viele Jahre in der Zukunft sieht die Welt nicht mehr so aus, wie wir sie kennen. Männer und Frauen leben dank eines Virus in Feindschaft und somit getrennt voneinander. Sie haben sich so gut es geht auf die Situation eingestellt und ein Friedensabkommen geschlossen. Ein Abkommen an das sich nicht jeder halten möchte. Die Kriegerin Juna verteidigt ihr Volk so gut sie kann, doch dann trifft sie den Mönch David. Eine schicksalhafte Begegnung für Beide.

Das denke ich:
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Bevor ich das Buch gestartet habe, habe ich irgendwie gedacht der Hauptcharakter heißt Julia, ihr Name steht ja auch nicht vorne auf dem Buch oder so -.-, aber ich habe dem Buch schon so manchen kuriosen Titel gegeben, weil ich ihn mir einfach nicht merken konnte. Nun ja, durch diesen Namensfehler in meinem Kopf habe ich von vorn herein einen Bezug zu Romeo und Julia gehabt und mich daran erinnert gefühlt. Shakespeares Liebesgeschichte spielt ja auch im Buch selbst eine kleine Rolle.

Vielleicht fange ich mal mit dem Friedensabkommen an, was in meinen Augen kein richtiges Abkommen ist. Zumindest bevorteilt es die Männer total, oder hab ich was übersehen? Die Frauen lassen sich schwängern und müssen sich dafür in einem so genannten „Schandfleck“ erniedrigen lassen. Die Mütter dürfen aber nur die Mädchen bei sich behalten, die Jungen werden zu den Männern gebracht. Macht ja auch irgendwie noch Sinn. Aber wieso kriegen die Männer 1/10 des eingefahrenen Essens? Können sie sich nicht selbst versorgen und wenn so ein großer Krieg herrscht und die beiden Fronten sich nicht verstehen, warum haben die Frauen sich dann zu so einem Opfer bereit erklären lassen? Das hab ich ehrlich gesagt nicht verstanden und ich finde es schade das es nicht besser erklärt wird. Dazu kommt noch das die Männer alle Waffen, Öl etc. behalten haben und in den Städten wohnen, die Frauen hingegen sich neue Orte in Wäldern errichtet haben und in mittelalterlichen Zuständen leben. Sie jagen mit Pfeil und Bogen, müssen Wasser an einem Brunnen holen und leben in Strohhütten. Hier frage ich mich erneut: Warum? Gab es nicht genug Städte um sich aufzuteilen?

Vom Schreibstil her habe ich mich am Anfang ein bisschen an einen historischen Roman erinnert gefühlt. Ich hatte vorher schon in einer anderen Rezension gelesen das die Leute auch die ‚alte‘ Sprache verwenden. Das ist mir jetzt nicht so aufgefallen, aber die Satzstellungen und wie Orte, Tiere und Personen beschrieben wurden, haben mich sehr an ein Buch wie z. B. Die Päpstin erinnert. Deswegen hatte ich auch während der ganzen Lektüre nicht das Gefühl, das ich eine Dystopie lese. Wenn man sich einmal darauf eingestellt hat stört es nicht, aber es ist trotzdem verwirrend.

Thomas Thiemeyer erzählt abwechselnd aus der Sicht von Juna und David, so dass der Leser, gerade am Anfang, einen guten Einblick in die ‚neue‘ Welt bekommt. Die ganze Geschichte ist in drei Abschnitte unterteilt und es dauert sehr lange bis die beiden Protagonisten sich überhaupt erst einmal kennen lernen.

Charakterlich sind die beiden sehr unterschiedlich.
Juna ist die starke und unabhängige Kriegerin. Sie lebt zwar in einer Partnerschaft, aber sie selbst sieht sich eher als Individuum und nicht als Teil eines Paares. Sie kann Ungerechtigkeit nicht ertragen und setzt sich deswegen meist für die Schwächeren ein und legt sich deswegen mit so manchem an.
David ist eher ruhig. Er liebt Bücher und Literatur, weswegen er auch bei einem Bibliothekar in Lehre geht. Er ist sehr pflichtbewusst und Neugierig, aber auch sehr schüchtern und zurückhaltend.

An sich war die Geschichte auch sehr spannend, sie hat mich nur nicht so mitgerissen und gefangen gehalten wie jetzt z. B. Die Tribute von Panem. Ich kann es gerade auch irgendwie nicht in Worte fassen. Es ist schon einiges passiert und man hat auch manchmal gedacht ‚oh Gott, das jetzt auch noch?‘ aber ich hatte nie das Bedürfnis jetzt unbedingt in der Sekunde weiter lesen zu müssen ohne das Buch aus der Hand zu legen.

Dass es sich bei ‚Das verbotene Eden – David und Juna‘ um den ersten Teil einer Reihe handelt, war ja eigentlich klar. Einzelne Bücher sind in letzter Zeit sehr selten geworden. Das nächste Buch heißt jedenfalls „Das verbotene Eden – Logan und Gwen“. Eine von beiden ist uns ja auch schon begegnet und ich bin schon sehr gespannt wie die Geschichte nach David und Juna weiter geht.

Fazit:
Ein guter erster Teil einer Dystopie-Reihe mit sympathischen Charakteren die noch nicht ihr volles Potential ausgeschöpft hat. Die Idee hinter ‚Das verbotene Eden‘ ist etwas Neues, von dem ich so noch nicht gelesen habe und ich würde eine kann euch nur raten selbst mal einen Blick ins Buch zu werfen.

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4 Kommentare

  1. […] Das verbotene Eden 01. David und Juna – Link […]


  2. […] Neues -> Das verbotene Eden – David und Julia von Thomas […]


  3. Dein Gefühl bzgl. dieses Abkommens kann ich definitiv unterstreichen. Ich war an manchen Stellen richtig sauer. Da ist doch eine Rebellion der Frauen irgendwann auch nicht mehr überraschend. Das Buch habe ich sehr gemocht, weil es sich so unglaublich unterscheidet von den anderen Dystopien. Würde es fast garnicht mehr als solche beschreiben, sondern lediglich Dystopische Elemente darin sehen. Auf jeden Fall gut geschrieben und ich bin schon SEHR gespannt darauf, den Autor zu treffen. 😀


    • Ich auch. Auf der Buchmesse ist es ja dann endlich soweit. Ein tolles Buch aber auch wenn ich jetzt noch über dieses komische Abkommen nachdenke krieg ich die Kriese 😀 Das die Dystopie sich von anderen unterscheidet ist wahr. Gerade weil die Zukunft nicht so unglaublich modern ist sondern alles noch recht altertümlich. Aber das find ich irgendwie gut! =)



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