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[Rezension] Merle Zyklus 03. Das gläserne Wort von Kai Meyer

Mai 5, 2011

>>Amazon.de – Link<<
Taschenbuch:
287 Seiten
Verlag:Heyne Verlag (1. April 2005)
Sprache:Deutsch
ISBN-10:3453873971
ISBN-13: 978-3453873971

Hinweis!!!
Diese Rezension bezieht sich auf den dritten Teil einer Reihe und kann Spoiler enthalten. Hier findet ihr die Rezensionen zu >>Teil 1<< und >>Teil 2<<.

Kurzbeschreibung lt. Amazon
Während Venedig unter dem Angriff der Mumienkrieger zerbricht, finden sich Merle und die Fließende Königin in einem Ägypten wieder, das unter tiefem Schnee begraben liegt. Hier, in der eisigen Spiegelfestung der Sphinxe, kämpfen Hexen und Horuspriester, alte Götter und neue Tyrannen um die Herrschaft über eine ganze Welt. Einzig das Gläserne Wort kann Merle helfen. Doch als sie auf einen längst verloren geglaubten Freund trifft, muss sie erkennen, dass ihr wahres Schicksal verborgen liegt im Geheimnis der Fließenden Königin.

Das denke ich:
Kaum aus der Hölle entkommen finden Merle, die fließende Königin und Vermithax in einem unter Schnee begrabenen Ägypten wieder. Um der Kälte zu entkommen und Venedig zu retten machen sie sich auf den Weg zur Festung der Sphinxe, wo Merle auf alte Bekannte trifft und neben den Geheimnissen der fließenden Königin auf ihre eigene Bestimmung erkennt und eine schwere Entscheidung treffen muss.

Auch der dritte Teil des Merle-Zyklusses hat mich wieder total umgehauen, am Ende war ich sprachlos und musste mich erst mal wieder sammeln. Die Zeit, die man mit Merle verbringt, endet irgendwie viel zu schnell und man wünscht sich, man könnte die Zeit zurück drehen und einiges nochmal erleben.

Natürlich wurde an diesem Buch auch nicht an der Spannund gespart, so wird wieder fleißig gegen Sphinxen und Mumienkriegern gekämpft. Aber wie in den beiden Vorgängern hat Kai Meyer wieder einen gesunden Mittelweg aus spannenden und erklärenden Szenen gelungen, so dass man sich nie langweilen muss.

Das Ende ist sehr, sehr, sehr traurig. Ich hab wirklich Rotz und Wasser geheult, weil ich mit so einem Ende nicht gerechnet hätte. Es ist nicht irgendwie verschönt und hat bei mir ein mulmiges Gefühl zurück gelassen, was das Buch noch besser macht. Hier möchte ich kurz ein Zitat der fließenden Königin anbringen:
„Glückliche Enden gibt es nur in Märchen, aber das hier ist die Realität.“

Merle ist ein Hauptcharakter mit dem man sich wirklich identifizieren kann, das gleiche habe ich auch schon einmal in der Rezension zu ‚die fließende Königin’ (>>Link<<) gesagt. Aber über die drei Bücher hinweg entwickelt sie sich weiter. Sie wird von einem 14-jährigen unerfahrenen Mädchen zu einer Frau, die für ihre Freund und ihre Familie fast alles tun würde und um sich selbst kämpft.

An mystischen Wesen wurde im Merle-Zyklus durchaus nicht gespart. Es gibt Sphinxen, Mumien, einen wiederauferstanden Pharao, Meerjungfrauen, Göttinen und Meerhexen.
Am schönsten fand ich jedoch die Idee von Sommer und Winter in Menschengestalt. Zwei Wesen so unterschiedlich wie es schon ihr Name sagt aber trotzdem mit vielen Gemeinsamheiten. Was sie berührt verbrennt, was er berührt erfriert, beide sind einsam und die einzige Person, der sie sich zuwenden können, ist der jeweils Andere.

‚Das gläserne Wort’ ist auf gar keinen Fall ein Buch nur für Kinder und Jugendliche, auch ‚ältere’ Mitmenschen werden sicher viel Freude mit dem Buch haben, wenn sie fantastische Geschichten mit viel Liebe, aber auch Angst und Hass mögen.

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