Archive for 18. August 2011

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[Top Ten Thursday] #4 Die 10 besten/schönsten Leseplätze

August 18, 2011

Meine persönlichen schönsten Leseplätze:

Wie man hier sehr schön sehen kann, unsere Badewanne.

Hier lese ich total gerne, wenn ich in heißem Badewasser liege und alles um mich herum vergessen kann. Hier habe ich allerdings auch schon das eine oder andere Mal um das Leben eines meiner Schätze bangen müssen wenn sie der Wasseroberfläche zu nah gekommen sind.

Was ihr auf dem rechten Bild sehen könnt ist der rote Teppichboden direkt vor meinem Bett (und ein Teil meiner Schuhe).

Hier sitze ich oft gerne und lehne mich an meinem Bett an und genieße das Buch das ich gerade lese. Das lila Notizbuch enthällt übrigens meine Notizen zu den Büchern die ich lese und das was ich in den Rezensionen erwähnen will.

Die Couch kennt ihr schon von dem Bild mit den Hundis. Die ist einfach sooo mega bequem und ich liebe sie! Ohne die Kissen kann man auch total super darauf schlafen, aber fürs Lesen ist sie noch besser geeignet.

Besonders gemütlich zusammen mit der gelben Wolldecke die da auch zu sehen ist.

Mein Sessel <3 Wie man sieht ist der schon ziemlich abgenutzt, gerade an den Armlehnen, die ich eigentlich immer als Fußstützen und Fußlehnen benutze.Das Problem ist dabei leider das mittlerweile schon die Innenverkleidung raus kommt und das Überleben meines Sessels deswegen in ernster Gefahr ist, aber ich werde ihn so lange benutzen wie es geht und nichts kann mich davon abhalten *muhaha*

Besonders schön an diesem Platz ist, das direkt dahinter ein Fenster ist und man hier sogar mit Tageslicht lesen kann.

Wo der I-Ah sitzt, sitze ich normalerweise, wenn ich am PC bin und mal nicht mit dem Laptop surfe. Und dann mache ich normalerweise Sachen die länger dauern und dabei lese ich.

Ist nicht ganz so bequem wie die anderen Sachen, aber gerade bei Rückenschmerzen ist es mal eine etwas andere Variante des Sitzens und ich verbinde mit dem Stuhl einige schöne Erinnerungen.

 

Im Sommer, bei offenem Fenster auf der Fensterbank sitzen, in den Garten schauen und das Wetter genießen. Dabei ein gutes Buch. Was kann es schöneres geben?

 

 

Das Bett darf natürlich bei dieser Auflistung nicht fehlen, der Ort, an dem ich die meisten Bücher verschlinge. Gerade bei Lesenächten und Lesemarathons sitze ich genau da und kuschele mich unter meine Decke. Meine beiden Kuschelkissen sind dann auch immer dabei.

 

Ohne Bild:

Leider war heute richtig mieses Wetter und ich konnte keine Bilder von unserem Garten und meinem Lieblingsleseort auf dem Feld machen. Da sitze ich vor allem im Sommer in der Sonner und lese was das Zeug hält.

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[Rezension] XY von Sandro Veronesi

August 18, 2011

>>Amazon.de – Link<<; >>Verkaufsseite des Verlags<<
Gebundene Ausgabe:
380 Seiten
Verlag:Klett-Cotta; Auflage: 1., Aufl. (August 2011)
Sprache:Deutsch
ISBN-10:3608939601
ISBN-13:978-3608939606
Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 3,2 cm

Worum geht’s?
Es war ein Tag wie immer im italienischen Borgo San Guida bis zu dem Zeitpunkt an dem die Touristenkutsche ohne Touristen und Kutscher, dafür aber mit völlig verängstigtem Pferd auf dem Dorfplatz auftaucht. Drei Dorfbewohner, darunter der Pfarrer folgen dem Weg der Kutsche zurück und finden schließlich ein grausames Bild vor. Der Baum, der sonst vom Kutscher eingeeist wird, ist blutrot und um den Baum herum liegen verteilt elf Leichen. Der Pfarrer hadert mit sich selbst und versucht, mit Hilfe einer Psychologin, dem Unmöglichen auf die Spur zu kommen.

Das denke ich:
Mein erster Gedanke, als ich den Klappentext gelesen habe, war: WOW! Was für ein spannendes und interessantes Buch! Leider ist die Inhaltsangabe auch das spannendste an dem ganzen Buch und der Rest kann nicht im Mindesten mithalten.

Es gibt bei dem Buch zwei unterschiedliche Erzähler, auf der einen Seite schildert der Pfarrer die Geschehnisse wie einen Bericht in der Vergangenheit. Daneben gibt es noch die Psychologin Giovanna, ihre Parts sind in der Gegenwart geschrieben, so dass man immer zwischen Bericht und Gegenwart hin und her springt, obwohl beides zum Teil die gleichen Geschehnisse beschreiben.

Der Bericht des Pfarrers beginnt mit dem Fund der Leichen und den damit verbundenen Ermittlungen der Polizei. Er wird mehrmals vom Staatsanwalt verhört und sieht sich selbst als Opfer der Polizeigewalt.
Giovannas Geschichte beginnt am Morgen der Tat, dreht sich aber nicht um das Verbrechen selbst, sondern darum, dass ihre 15 Jahre alte Narbe wieder aufbricht.

Den kompletten ersten Teil, immerhin 144 Seiten, schildern die beiden jetzt ihre eigenen Ängste und Ahnungen, die meistens gar nichts mit der Tat an sich zu tun haben, sondern den Verlust des eigenen Glaubens oder gescheiterte Beziehungen. Erst zum Ende des ersten Teiles begegnen sich die Beiden und bis dahin hab ich noch gedacht, okay, jetzt wird’s gleich besser. Wurde es aber nicht.

Denn anders als erwartet dreht sich das Buch jetzt nicht um die Frage „Wer war es?“ sondern um die Belange der Dorfbewohner, die sehr unter den Morden leiden. Die meisten sind einfach, entschuldigt dass ich es so sagen muss, psychisch gestört und durch die ganzen italienischen Namen kommt man total durcheinander.

Spannung entsteht bei diesem Buch irgendwie so gar nicht, man erwartet immer irgendwie den großen Knall aber der bleibt aus? Keine wilden Verfolgungsjagden mit dem potentiellen Täter, keine Schießereien, nichts, es wird nicht mal jemand verdächtigt. Ich bin sogar gestern Nachmittag zwischendurch eingeschlafen während ich das Buch gelesen habe und das passiert mir so gut wie nie.

Anstelle der fehlenden Spannung gibt es dafür jedoch jede Menge Rechtschreibfehler, falsche Satzstellungen und Wortwiederholungen in dem Buch. Zum Beispiel sagt ein Dorfbewohner in jedem Satz, wirklich in jedem, „et cetera“. Nach dem dritten Mal war ich genervt, nach dem 10ten Mal hab ich gedacht, noch einmal „et cetera“ und ich verbrenne das Buch.

Was mich persönlich auch gestört hat war der ständige Bezug zu Gott, Glaube und Religion. Hier wurde gebetet und da über den heiligen Judas gesprochen, ich selbst bin evangelisch und besuche so gut wie nie die Kirche, deswegen kenne ich mich mit katholischen Bräuchen sowieso schon nicht so aus, aber ich muss kein Buch lesen in denen davon häufig die Rede ist.

Aber das war alles noch irgendwie zu ertragen, wollte man doch wissen, wie es denn jetzt wirklich ausgeht und dann kommt das schlimmste an dem ganzen Buch: Das Ende!
Mir fehlen jetzt noch die Worte weil ich einfach so… ich denke enttäuscht ist das richtige Wort. Entsetzt passt auch. Es wird einem keine wirkliche Erklärung gegeben für das Geschehene. Für mich wirkte es so, als hätte der Autor zum Schluss keine Ideen mehr für sein sehr fragwürdiges Konstrukt und lässt deswegen einige Sachen unerklärt. Wobei die Phrase „einige Sachen“ noch stark untertrieben ist.

Zusätzlich zu dem Buch gibt es vom Verlag eine >>Internetseite<<  mit der man sich zum einen auf die Lektüre vorbereiten kann und auf der man zum anderen „mit ermitteln“ kann. Die Seite ist wirklich ganz nett gemacht. Zum ermitteln gibt es einen Schreibtisch auf dem man allerhand Gegenstände anklicken kann und so Videos, Textnachrichten oder Berichte startet. Zur Vorbereitung findet man auf der Seite eine Übersicht über die Dorfbewohner mit ihren Eigenheiten, eine Landkarte des Dorfes die auch erklärt warum das Buch so heißt, wie es heißt und warum das Cover so aufgebaut ist, weitere Links zu sozialen Netzwerken, eine Leseprobe und noch allerhand anderes. Wenn man das Buch liest, lohnt sich ein Besuch auf der Seite sicher.
An sich finde ich die Idee hinter der Seite auch nicht schlecht, ich bin nur kein Fan davon mich vor dem Lesen großartig auf ein Buch vorzubereiten, ich will das Buch in die Hand nehmen können und direkt starten, so hab ich es auch gemacht und mir die Seite erst im Nachhinein angeschaut, aber da muss jeder selbst wissen, was ihm Besser gefällt.

Fazit:
Nach den ganzen harschen Worten kann ich leider nichts anderes sagen, als dass mir das Buch nicht gefallen hat und ich mich wirklich quälen musste um es überhaupt zu beenden. Ich habe einfach etwas komplett anderes erwartet und deswegen kann es von mir auch keine bessere Bewertung geben. Ich selbst werde garantiert nichts mehr von dem Autor lesen.

Ich danke  und   für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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