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[Rezension] Jeder Einzelne – Ein Ruhrgebietskrimi von Peter Märkert

Juli 23, 2011

>>Amazon.de – Link<<;>>Verkaufsseite des Verlags<<
Broschiert:
224 Seiten
Verlag: Brockmeyer; Auflage: 1 (17. Mai 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3819607528
ISBN-13: 978-3819607523

Kurzbeschreibung lt. Amazon
Nichts geschieht ohne Grund, sagt Lucas in der Untersuchungshaft. Es ist immer nur ein Kreis, der sich schließt. Wer trägt die Verantwortung an Christinas Tod? Wer hat ihr die K.-o.-Tropfen gegeben? Sie nackt in die Ruhr geworfen? Die Justiz verdächtigt ihren Freund Marco Kröner. Er brachte Christina in der fraglichen Zeit von Köln nach Bochum. Bei ihm wurde das Fläschchen mit Liquid Ecstasy gefunden, das ihren Tod verursachte. Der Richter verhängt Untersuchungshaft, der Pflichtverteidiger verspricht eine milde Strafe, wenn Marco gesteht. Nur seine Schwester und Lena glauben an seine Unschuld, verdächtigen Rainer Dahlke, der sich in der Nacht mit Christina treffen wollte, und Olaf Klein, Marcos seltsamen Nachbarn. Lena erhofft sich Hinweise von Alessa Hauser, der besten Freundin der Toten. Besucht sie in einer Drogenklinik und spürt, dass Alessa mehr weiß, als sie sagt. Bei einem späteren Anruf in der Klinik erfährt sie, dass Alessa nach dem Besuch aus der Klinik entwich. Um den Mörder zu treffen?…

Das denke ich:
Als Mädchen aus dem Ruhrgebiet hat mich das Buch sehr interessiert, da ich sonst eher Bücher lese die nicht in der Gegend spielen. Es war für mich sehr interessant der Handlung zu folgen und immer wieder auf Orte zu treffen die ich selbst kenne und an denen ich schon gewesen bin.

Das Buch beginnt direkt mit der Ermordung von Christina, wobei jedem Leser sofort klar ist das nicht Marco der Mörder ist und die Geschichte nimmt von da an ihren Lauf. Über Marcos Ängste und Suche nach Christina bis hin zu seiner Verhaftung und der Suche nach dem wahren Mörder. Leider verläuft die Geschichte nicht so spannend wie ich es mir gewünscht hätte. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Bedürfnis unbedingt weiter lesen zu müssen ohne das Buch aus den Händen zu legen.

Peter Märkert schreibt in kurzen, prägnanten Sätzen. Beim Lesen kam es mir wie eine Art Takt vor, es gibt kaum Verbindungswörter, als wäre der Roman ein Bericht. Hinzu kommt das die verschiedenen Kapitel aus unterschiedlichen Sichtweisen geschildert sind, wobei nur Marco als Ich-Erzähler fungiert. Bei den Anderen ist es eher ein allwissender Erzähler. Mal ein Beispiel (ohne Spoiler) aus dem Buch: “Kathrin hat es sich mit ihrem Freund auf der Couch vor dem Fernseher gemütlich gemacht. Die Melodie des Telefons. Eine unbekannte Nummer. Sie sehen sich an.
Der Schreibstil stört zwar nicht beim Lesen, jedoch finde ich es so nicth leicht in die Geschichte hinein zu finden und sich mit den Personen zu identifizieren.

Bis zum Schluss wirkt die Geschichte sehr gut durchdacht und schlüssig. Entscheidungen sind nicht immer logisch, aber vor allem menschlich, was das Geschehen und vor allem Marco sehr realistisch erscheinen lässt. Auch das Verhalten der Richter, Anwälte und Polizisten ist der wahrheitsgetreu, zumindest stelle ich es mir genau so vor. Mit Marco haben sie ihren Schuldigen gefunden und überlassen es anderen nach weiteren Optionen zu suchen, denn für sie ist der Fall klar.

Fazit
‘Jeder Einzelne’ ist ein gut durchdachter, aber nicht wirklich spannender Roman über einen jungen Mann der wegen der erdrückenden Beweislast unschuldig vor ein Gericht gestellt wird und dem kaum einer glaubt das er unschuldig ist.

Ich bedanke mich bei blogg dein Buch und beim Universitätsverlag Brockmeyer für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Ein Kommentar

  1. […] ‘Jeder Einzelne’ eine wirklich Entäuschung. Details könnt ihr wieder meine >>Rezi<< […]



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